Entrevue mam Minister vum Ëffentlechen Déngscht

De 26. Januar huet d’AHSE sech mam Minister vum Ëffentlechen Déngscht , Serge Wilmes, zu enger offizieller Entrevue getraff.

Wéi am Loun Ofkommes vum ëffentlechen Déngscht virgesinn, huet eng Sëtzung vun der AHSE mam Minister Wilmes vum Ëffentlechen Déngscht stattfonnt.

An enger entspaanten Atmosphär gouf iwwer den Aarbechtsalldag a méiglech Verbesserungen fir eis Beruffsgrupp diskutéiert. 

De Minister huet sech besonnesch fir d ‘Perspektive vun der Gewerkschaft interesséiert.

CGFP-Protestkundgebung gegen die Pensionsreform: „De soziale Fridden huet säi Präis!“

„Fir e richtege Sozialdialog! Elo!“, lautete das Motto der CGFP-Protestkundgebung, die an diesem Mittwoch vor dem Parlament stattfand. Rund 500 Demonstranten nahmen an dieser ersten symbolischen Aktion teil, um ihren Unmut gegen die Regierungspläne zur Pensionsreform zum Ausdruck zu bringen. Neben den CGFP-Fachverbänden waren auch der langjährige CGFP-Kooperationspartner FGFC und die Eisenbahnergewerkschaft SYPROLUX dem Aufruf gefolgt. Solidarisch erklärt haben sich zudem der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (Arbeitnehmergruppe), die „European Confederation of Independent Trade Unions (CESI) sowie der OGBL und der LCGB in einem Schreiben und die LSAP über eine Videobotschaft.
 
Der Austragungsort war mit Bedacht ausgewählt worden. Die CGFP wollte wissen, welche Abgeordneten den Mut haben, ihre Solidarität mit all jenen Bürgern zu zeigen, die von der angekündigten Pensions- und Rentenreform betroffen sein werden. Ein Dank ging an jene Volksvertreter, die dem CGFP-Appell gefolgt waren und den Ernst der Lage erkannt haben.
 
Spätestens nach der Rede zur Lage der Nation ist jedem klar geworden, dass die monatelangen Diskussionen eine Scheindebatte waren, ärgerte sich CGFP-Nationalpräsident Romain Wolff in seiner Ansprache. Der Weg, den die Sozialministerin zuvor vorgezeichnet habe, stehe im krassen Widerspruch zu den Aussagen, die der Premierminister beim „état de la nation“ gemacht hat, so Wolff: „Oder weiß in der Regierung die eine Hand nicht, was die andere macht?“
 
Regierung schaltet auf stur
 
Die Themen, die bei den Expertenrunden konsensfähig waren, wurden von den politischen Entscheidungsträgern kategorisch ignoriert. Dies lässt darauf schließen, dass die Regierung von Beginn an wusste, wohin die Reise führen soll. Diese Vorgehensweise stellt einen Affront dar, der seinesgleichen sucht, empörte sich der CGFP-Nationalpräsident. Die politische Arroganz habe das Fass zum Überlaufen gebracht.
 
Die drei Expertenrunden bezeichnete der Redner als „einen schlechten Witz“: Umfrageergebnisse, die keineswegs repräsentativ sind, eine stark eingeschränkte Teilnehmerzahl und eine äußerst knapp bemessene Redezeit. Geht man so mit den Sozialpartnern um? Wahrlich nicht! Ein wahrer Dialog, den man bei einem solch wichtigen Thema wie der Altersvorsorge erwartet, fand beim Konsultationsprozess nicht statt.
 
Die Alternativen zur Pensionsreform, die die drei national repräsentativen Gewerkschaften – darunter die CGFP – im Gutachten des Wirtschafts- und Sozialrats ausgearbeitet hatten, wurden ignoriert.
 
Die Regierung weigert sich, die im „Fonds de compensation“ angelegten Reserven in Höhe von 30 Milliarden Euro auch nur ansatzweise anzuzapfen. Es bleibe zu hoffen, dass diese Mittel nicht zur Finanzierung der steigenden Militärausgaben missbraucht werden, hieß es weiter. Eine solche Zweckentfremdung wäre ein absoluter Fauxpas. Zudem sei es unverständlich, dass die Regierung das Rentenproblem teilweise mit den Einnahmen aus der CO2-Steuer lösen wollte, obwohl dies gar nicht möglich sei.
 
Realitätsfremde und kontraproduktive Politik
 
In Zeiten von Robotisierung und Künstlicher Intelligenz ist die von der Regierung erwünschte Verlängerung der Lebensarbeitszeit nicht sehr realistisch, da es ohnehin schwierig sein wird, die Menschen möglichst lange im Arbeitsprozess zu behalten. Erschwerend hinzu kommt, dass eine Erhöhung der Beitragsjahre dazu führen würde, dass weniger Arbeitsstellen für die Berufseinsteiger offen stünden.
 
Obwohl sich die Altersarmut hierzulande in zehn Jahren mehr als verdoppelt hat, weigert sich die Regierung, die Mindestrente zu erhöhen. Stattdessen will sie eigenen Aussagen zufolge dieses Problem über Beihilfen angehen. „Rentner als Sozialhilfeempfänger zu degradieren, ist ein No-Go! Pensionen sind ein Recht, kein Privileg“, erzürnte sich der CGFP-Nationalpräsident.
 
Politisch unkorrekt 
 
Aus Angst, Wählerstimmen zu verlieren, hatten die heutigen Mehrheitsparteien es gemieden, dieses heikle Thema im Vorfeld der Parlamentswahlen allzu sehr in den Vordergrund zu stellen. Bei der Pensionsreform handelt die eigenen Aussagen zufolge „business friendly“ Regierung ohne Wählerauftrag. Diese Vorgehensweise sei politisch unehrlich, beschwerte sich der CGFP-Nationalpräsident. Die CSV-DP-Koalition treibe somit die Spaltung der Gesellschaft voran.
 
Einfach zuhören, um im Endeffekt nur das umzusetzen, was ranghohe Patronatsvertreter täglich hart und deutlich einfordern, entspricht nicht dem Geist des bewährten Luxemburger Sozialmodells. Die CGFP fordert deshalb: Schluss mit den unsäglichen Scheindebatten. Freie Bahn für eine echte Sozialpartnerschaft, um konsensorientierte Lösungen zu finden.
 
Die Renten-, Pensions- und Steuerreform, die wachsenden Ausgaben für die Verteidigung, das finanzielle Ungleichgewicht bei der Gesundheitskasse, die Gesundheitspolitik ganz allgemein, all das sind Themen, die aus CGFP-Sicht dringend einen echten Sozialdialog erfordern.
 
Regierung auf dem Prüfstand
 
Als vernünftiger Sozialpartner erklärt sich die CGFP bereit, an der für den 9. Juli geplanten Sozialrunde im Staatsministerium teilzunehmen. „Falls die Regierung jedoch keine Einsicht erkennen lässt und den Sozialpartnern weiterhin mit einer einseitigen, von Arroganz geprägten Politik die kalte Schulter zeigt, werden die CGFP-Gremien über weitere gewerkschaftliche Schritte nachdenken“, warnte CGFP-Nationalpräsident Romain Wolff. Die Regierung habe es in der Hand, hieß es abschließend: „Der soziale Frieden hat seinen Preis!“ Eine der Voraussetzungen dafür ist ein gut funktionierender Sozialdialog.
Comité de l'Association des Huissiers et Surveillants de salle auprès de l’Etat
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Comité de l'Association des Huissiers et Surveillants de salle auprès de l’Etat

 

AHSE aus der Taufe gehoben

 

 

 

Fusion von zwei CGFP-Fachverbänden

 

Aus zwei mach eins: Die CGFP-Fachverbände ACGE und AHAG bündeln ihre Kräfte und haben sich zur „Association des Huissiers et Surveillants de salle auprès de l’Etat“ (AHSE) zusammengeschlossen. Ziel dieser Fusion ist es, sich verstärkt für die Belange jener Staatsbediensteten einzusetzen, die u.a. in Ministerien, Staatsverwaltungen, Schulen und Museen für den Empfang der Besucher verantwortlich sind.

 

 

Die Fusion ist nicht die Konsequenz eines anhaltenden Mitgliederschwunds oder finanzieller Probleme. Vielmehr ist der Zusammenschluss gewissermaßen eine Rückkehr zum Ursprung. In den 80er-Jahren waren die beruflichen Laufbahnen der Staatsdiener („huissiers“) und die der Hausmeister („concierges“) nahezu identisch. Erst infolge des Härtefallgesetzes im Jahr 1986 wurden die Unterschiede deutlicher. Die Laufbahn der Staatsdiener wurde aufgewertet. Die der Hausmeister blieb hingegen unverändert.

Einige Hausmeister waren damals in der „Association des Agents Techniques“ (AAT) zusammengeschlossen. 1993 sei jedoch eine Kehrtwende eingetreten, betonen AHSE-Präsident Roger Scheuren und der stellvertretende Sekretär Jean-Jacques Betz. Die AAT habe nur noch die Interessen der Handwerker vertreten wollen. Dies habe dazu geführt, dass am 19. September 1994 die „Association des concierges et garçons de bureaux et de salle“ (ACGE) als eigenständiger CGFP-Fachverband ins Leben gerufen wurde. Am Anfang zählte diese Vereinigung 26 Gründungsmitglieder. Im Laufe der Jahre wuchs diese Zahl auf 75.

Ein ähnliches Schicksal hätten die „huissiers“ erlitten, unterstreicht AHSE-Generalsekretärin Gloria Even. Keiner der Fachverbände habe sich für deren Interessen verantwortlich gefühlt, sodass die Betroffenen die Entscheidung getroffen hätten, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Am 14. Dezember 1983 wurden die Statuten der neu gegründeten „Association des Huissiers de l’Administration Gouvernementale“ (AHAG) bestimmt. Die AHAG ging seither auf die Beschwerden der Staatsdiener ein und bemühte sich stets darum, die bestmöglichen Arbeitsbedingungen herauszuschlagen.

Jahrelang waren die Kontakte zu den Kollegen der ACGE auf ein Minimum beschränkt. Jeder kochte sein eigenes Süppchen. Als jedoch in den vergangenen Jahren zunehmend jüngere Mitglieder Verantwortung übernahmen, kam es zu einer Wende. Aufgrund des Generationswechsels intensivierten sich die bilateralen Kontakte. Schnell fand die Idee einer Fusion auf beiden Seiten Gefallen. Dabei musste keine größere Überzeugungsarbeit mehr geleistet werden. Zudem bot die Rechtsabteilung der CGFP sofort ihre Hilfe an, um die erforderlichen Statuten zur Gründung des neuen Fachverbandes auszuarbeiten.

 

Einstimmiger Fusionsbeschluss

 

Nach sieben Sitzungen konnten die Fusionsgespräche, die Anfang 2017 begonnen hatten, binnen knapp zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen werden. In den jeweiligen Vorständen fiel die Entscheidung zur Fusion einstimmig. Mit der Auflösung der AHAG und der ACGE am vergangenen 28. Januar wurde die Gründung der „Association des Huissiers et Surveillants de salle auprès de l’Etat“ (AHSE) besiegelt. Seitdem vertritt der neue CGFP-Fachverband rund 100 Mitglieder. Durch verstärkten Lobbyismus will man die Mitgliederzahl noch weiter erhöhen. Der Jahresbeitrag beträgt bis auf Weiteres unverändert 50 €. Die Internetdomäne www.ahse.lu wurde bereits reserviert. Die Webseite befindet sich derzeit im Aufbau.

Bis zur kommenden Jahresversammlung im Februar 2020 werden die Geschicke der AHSE geschäftsführend von den bisherigen Vorstandsmitgliedern der beiden Vorgängerorganisationen geleitet. Präsident des zehnköpfigen Komitees ist Roger Scheuren. Ihm zur Seite steht Generalsekretärin Gloria Even.

Das gute Verständnis zwischen der ACGE und der AHAG war nicht der einzige Faktor, der zur Fusion beitrug. Ein weiterer Auslöser war die Dienstrechtsreform aus dem Jahr 2015.  Die Reform führte dazu, dass sich die Laufbahnen der „huissiers“ und der „concierges“ wieder näherten.

Da beide Berufssparten inzwischen weitgehend die gleiche Arbeit verrichten, lag es nahe, eine Organisation ins Leben zu rufen, die sich für die Belange all jener Mitarbeiter einsetzt, die in den staatlichen Gebäuden für den Empfang verantwortlich sind. Da im Gesetz von 2015 der Begriff „concierge” durch „surveillants de salle“ ersetzt wurde, hätte der Fachverband ACGE ohnehin umbenannt werden müssen. 

 

Eine Menge Arbeit steht an

 

Die Beschlüsse zur Fusion sind das eine, die praktische Umsetzung der gesteckten Ziele das andere. Als eine der ersten Amtshandlungen wird die AHSE eine Unterredung mit dem Minister des öffentlichen Dienstes, Marc Hansen, beantragen. Auf die „Association des Huissiers et Surveillants de salle auprès de l’Etat“ wartet eine Menge Arbeit. In erster Linie will sich die AHSE verstärkt für den Erhalt der bestehenden Laufbahnen einsetzen. Sie will verhindern, dass die Posten der oben genannten Berufsgruppen, die in Ministerien, Verwaltungen, Schulen, Museen usw. tätig sind, schleichend durch den Einsatz von Privatfirmen ersetzt werden.

Des Weiteren will die AHSE Sorge dafür tragen, dass die Bereitschaftsprämie („prime d’astreinte“) künftig harmonischer gestaltet wird. Derzeit gibt es diesbezüglich keine Rechtsgrundlage. Klärungsbedarf gibt es auch in Bezug auf die sogenannten „postes à responsabilité particulière“. Die AHSE will in Erfahrung bringen, warum unzähligen Staatsbediensteten, die der D2 und D3 Laufbahn angehören, ein leitendener Posten verweigert wird.

Ein besonderes Augenmerk legt die AHSE auch auf die künftige Harmonisierung der Laufbahnen D2 („huissiers“) und D3 („surveillants de salle“). Da beide Berufssparten, wie schon erwähnt, weitgehend die gleiche Arbeit verrichten, soll die Regierung nun mit Fakten, Argumenten und Überzeugungsarbeit dazu bewegt werden, beide Laufbahnen aufzuwerten und gleichzustellen.

Der Verwaltungsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Jean-Marie Brück: Präsident

Joël Lucas:  Erster Vizepräsident

Alain Zeig:  Zweiter Vizepräsident / Webmaster

Christian Neiers:  Schatzmeister

Sven Offermann:  Sekretär

Patrick Wagener Mitglied

Roger Scheuren:  Mitglied

Vanessa Juchem:  Mitglied

 

Die Vereinigung hat ihren Sitz an folgender Adresse:

Cité Judicaire

c/o Christian Neiers

Bâtiment BC

L-2080 Luxembourg

 

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